PNI – Psycho-Neuro-lmmunologie als ganzheitliche Behandlung

Die klinische Psychoneurolmmunologle iat ein anerkanntes wissenschaftliches Forschungsgebiet, welches die Wechselwirkung zwischen Psyche-, Nerven-, Immun- und Hormonsystem untersuoht. Generell weist die PNI mehrere Definitionen als die zuvor genannte Interaktionen zwischen dem Zentralen Nervensystem und dem Immunsystem auf. Nach neueren Forschungsansätzen werden auch weitreichendere Gebiete, wie die Psychologie, Sprachforschung, Informatik und Philosophie integriert, also das ganze Sein von Geist-Gefühl und Körper (nach Zlinker 1991).

Bei massiver Verknappung und steigenden Wartezeiten Im Bereich der Psychotherapie und psychotherapeutischer Therapieangebote sowie ergänzenden Heilmethoden, bietet die PNI die Möglichkeit interdisziplinare Kompetenz und die Attraktivität eines Therapieangebotes im Kassenbereich in der Psychotherapie und Schmerztherapie
zu erhöhen. Die PNI zeigt insbesondere bei speziellen Schmerzerkrankungen positive Ergebnisse. Aus diesem Grund erfolgt In unserem Schmerzzentrum die Anwendung der PNI nach Antragsverfahren als Satzungsleistung. Im Vergleich zur bisher stattgefundenen Schmerztherapie, also einer Diagnostik und Therapie auch im Sinne der Psychosomatik, konnte keine wesentliche Verbesserung dokumentiert werden. Das Spektrum der faktischen Ergebnisse reicht generell von Angst· und Panikstörungen, Depressionen, Posttraumatischen Belastungsstörungen, Krebs, Morbus Crohn, Colitis, Fibromyalgie, HWS-, BWS- und LWS-Syndromen, Rheuma, Migräne, chronische Schmerzen, vegetativen Störungen, etc.

Heute kann exakt bewiesen werden, dass „sickness behaviour“ (Schubert 2014 Schattauer Verlag) zu Einflüssen auf die Wundheilung nach Verletzungen oder Operationen führt, z. B. durch Angst, Depression, Schmerzen, feindseliger Ehepartner (anger – out-anger). Selbst anlagebedingter Optimismus korreliert so nachweislich mit einem höheren Grad an natürlicher Killerzellenaktivitat. Selbstwert und Immunaktivitat zeigen sich In der Adolenszenz als Prädikatoren eines schlechteren Gesundheitszustandes (Stineon et al 2006). Entspannungstraining und Imaginationsübungen sowie Hypnose andererseits, sind sinnvoll geführt mit einem Anstieg zellularer Immunitat verbunden (Schubert 2014). Auch Musik und „Stille der Meditation“ führen zu Cortisolsenkungen mit allen Effekten, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

In diesem Sinne wurden Techniken der PNI in Kombination -adjuvant oder auch ergänzend angewandt. In den Gewändern der geschichtlichen Verläufe sehen wir seit Jahrtausenden über dem Tempelschlaf von Delphi bis zur Wiederauferstehung in der Gegenwart ein Erwachen dieser Therapieformen, selbst auf der Basis der aktuellen Wissenschaften. In England, in der Schweiz und den USA sind die Methoden der PNI langst etabliert und „wir hinken als Ärzte hierzulande wieder nach.“ Ganz konkret wurden Patienten mit unterschiedlichen Indikationen behandelt. In Co – Anwendung mit PNI kam es bei Tinnitus-Patienten zu einer Besserung der psychovegetativen Situation. Intensität und Geräuschpegel waren subjektiv nach Behandlung mit PNI – Methoden bis nach VAS von 8 auf ein erträgliches Maß von VAS 3 gebessert.

Bei allen Diagnosen wurde nach folgendem Schema therapiert:

  1. Was ist das Anliegen des Patienten
  2. Wie erleben die Betroffenen das Hauptproblem
  3. Was wäre der Idealzustand realistisch formuliert
  4. Mentaltraining – Erkennen hinderlicher Glaubensmuster – Verbesserung mentaler Stresstoleranz
  5. Ernährungsberatung / Fehlernährung
  6. Bewegungstraining ohne muskuläre Verspannung
  7. Entspannungstraining – Progressive Muskelrelaxation (PMR), Autogenes Training, Reise durch den Körper zur Stressbewältigung und Schmerzreduktion
  8. Meditation- und Fantasiereisen. Nach Therapeutenfähigkeit und Patientenmöglichkeit z. B. kreieren eines Heiligen Ortes, Reinigung-, Schutz- und Segensrituale, Affirmationen von Jung’scher Archetypik. Zum Beispiel, was bedeutet aus Sicht der Seele oder aus Sicht des Patienten die Tinnitus Innenohr-Gehörknöchelchen-Zerstörung der Haarzellen. Inneres Hören, innere Stimme – was hält mich vom Hören ab, worauf soll ich wirklich hören
    9. Das Alte entfernen dem Neuen Platz machen. Harmonie und Frieden.